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For Municipalities

Erstelle zusammen mit den Bürger*innen einen Lärmaktionsplan

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Was bringt ein Lärmaktionsplan?

Die Geräuschkulisse in Städten übersteigt vielerorts das, was für Menschen als zumutbar gilt. Ein dauerhaft zu hoher Lärmpegel jedoch beeinträchtigt unsere Gesundheit. Überall dort, wo von Menschen verursachter Umgebungslärm entsteht (z.B. in Ballungszentren, in der Nähe von Flughäfen, Eisenbahnstrecken, Hauptverkehrsstraßen oder Industrieanlagen) müssen durch die zuständigen Kommunen Lärmkarten und Lärmaktionspläne erarbeiten werden. Diese Pläne zeigen, wo es zu laut ist und welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen, um Lärm zu verringern und Räume vor Lärm zu schützen. Davon profitieren alle betroffenen Einwohner*innen. Die Pläne werden alle fünf Jahre überprüft und ggf. überarbeitet.

Dabei ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Bevölkerung die Möglichkeit erhält, an der Ausarbeitung und Überprüfung der Lärmaktionspläne mitzuwirken. Sie sollen nicht nur informiert, sondern auch gehört werden! adhocracy+ bietet deiner Kommune die Möglichkeit Lärmorte sichtbar zu machen und den Bürger*innen eine Stimme zu verschaffen. Die Bürger*innen können z.B. die Planungen kommentieren oder auch eigene Vorschläge für Maßnahmen machen. Denn die Bevölkerung weiß am besten, welche Lärmquellen stören und auf den Prüfstand gehören.

Ablauf

Hier findest du einen Vorschlag für den Ablauf der Online-Beteiligung: 

  1. Vorbereitende Maßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit (je nach Umfang ca. 4-6 Wochen Vorlauf)
  2. Aufsetzen des Projekts (ca. 2-3 Stunden)
  3. Beteiligung Phase 1: Bürger*innen können Vorschläge einreichen und die Vorschläge anderer kommentieren (ca. 3-4 Wochen)
  4. Beteiligung Phase 2 (optional): Bürger*innen können über die Maßnahmen abstimmen (ca. 1 Woche).
  5. Auswertung und Prüfung: Die (meistbewerteten) Vorschläge werden von der zuständigen Verwaltung geprüft (je nach Beteiligungsumfang mehrere Wochen).
  6. Beteiligung Phase 3: Rückspiegelung der Ergebnisse in die Bevölkerung und Möglichkeit der Diskussion (ca. 3-4 Wochen).
  7. Auswertung der Ergebnisse (je nach Beteiligungsumfang ca. 2-4 Wochen Wochen)

Verwendete Module von adhocracy+ 

Ideenwettbewerb mit Karte (Phase 1 und 2)

Das Modul „Ideenwettbewerb mit Karte“ ist auf ein zweistufiges Verfahren angelegt. In der ersten Phase können Ideen eingereicht und auf einer Karte verortet werden. Die Ideen sind öffentlich einsehbar und können von anderen Bürger*innen kommentiert und diskutiert werden. In einer zweiten Phase kann über die Ideen abgestimmt werden. Die Phasen werden vorab eingestellt, eine redaktionelle Überarbeitung nach der ersten Phase ist nicht nötig.

Text kommentieren (Phase 3)

Mit dem Modul „Text kommentieren“ werden Inhalte diskutiert, die vorab durch die Projektinitiator*innen eingestellt werden. Die Texte und Bilder können gegliedert nach Kapiteln und Absätzen zur Diskussion gestellt werden. Die Teilnehmenden können so zu jedem Absatz einen oder mehrere Kommentare schreiben. Ein automatisch generiertes Inhaltsverzeichnis gibt Überblick über das gesamte Dokument und dient der Navigation.

Geschätzter Aufwand

Der Aufwand für dich als Initiator des Prozesses (Phase 1 & 2) beträgt ca. 2–4 Std. für das Einrichten auf adhocracy+ und ca. 2–8 Std./Woche für die Moderation. Denk daran genügend Zeit für die Öffentlichkeitsarbeit vor der Online-Beteiligung einzuplanen, um deinen Lärmaktionsplan entsprechend zu bewerben. Zwischen den einzelnen Phasen müssen die Ergebnisse zusammengefasst und aufbereitet werden. Bei größeren Projekten mit mehreren 100 erwarteten Beiträgen ist es ggf. sinnvoll, die Moderation externe Dienstleister zu übertragen. Am Ende sollten die Entwürfe für die Pläne noch einmal für ca. 4 Wochen online zur Diskussion stehen (Phase 3). Auch hier besteht der Aufwand primär in der Öffentlichkeitsarbeit, der Moderation und Auswertung (2-4 Wochen)

Lärmaktionsplan Berlin

meinBerlin LärmaktionsplanBeim Lärmaktionsplan in Berlin konnten Bürger*innen 2018 Lärmorte online in einer Karte eintragen. Hier wurden knapp 3000 Ideen und Kommentare eingereicht. In der zweiten Phase wurden 600 Beiträge veröffentlicht und konnten kommentiert werden.